Hier haben wir gemeinsam mit Jugendlichen aus Rumänien eine Giebelwand im Karl-May-Dorf in Moritzburg gestaltet. Sie waren im Rahmen des, vom Naturfreundejugend Sachsen e.V. organisierten, Sommercamps nach Deutschland gekommen. Mit viel Engagement und Freude wurde die Umweltschutzproblematik ideenreich umgesetzt. Von der linken Seite, auf der die Ureinwohner Amerikas friedlich und in Einklang mit der Natur leben, zieht sich ein Weg durch das gesamte Bild nach rechts. Dort mündet er in eine smogverhangene Industrielandschaft, welche eine Mischung aus Vergangenheit und Zukunft darstellt. Aus dieser werden giftige Substanzen in den zentralen See geleitet, während die Menschen als passive Zuschauer dem Geschehen nur ohnmächtig beiwohnen. So ist die Gestaltung gleichsam Sinnbild und Mahnung an nachkommende Generationen verantwortungsbewusst und schonend mit den Reichtümern der Erde umzugehen. Geeint in einer gemeinsamen Vision wurden diese Sommertage für alle zu einem herausragenden und unvergesslichen Erlebnis, welches noch lange in Erinnerung bleibt. Die Bilder zu diesem Projekt des Graffitivereins sind hier zu sehen.
Medienecho
Reichenberg
Graffitiwand im May-Dorf enthüllt
Im Kinder- und Jugenddorf Karl May in Reichenberg wurde gestern eine Graffitiwand enthüllt. Gestaltet haben sie zehn Jugendliche aus Deutschland und Rumänien. Alles Teilnehmer des JugendKULTurensommers der Naturfreundejugend aus Tirgu-Mures (Rumänien) und Sachsen.
„Alle hatten Ideen“, sagt der 17-jährige Adi Ganea aus Siebenbürgen. „Am Anfang machte jeder Zeichnungen, die dann zusammengebracht wurden. So entstand die Wand zum Thema ,Save the planet‘.“ Das Graffitimotiv zeigt zwei Welten, eine naturbelassene und eine durch Industrie und Fabriken dominierte Welt, beide sind aus Wasser entstanden. „Das Bild handelt davon, eine Balance zwischen industrieller Entwicklung und Natur zu finden“, so Kerstin Kraege, die für die Naturfreunde Sachsen arbeitet und eine der Leiterinnen dieses Sommercamps ist.
Der Kontakt zwischen den Naturfreunden aus Siebenbürgen und denen aus Sachsen bestehe bereits seit zehn Jahren. „Seit 2003 findet jedes Jahr ein JugendKULTurensommer statt, abwechselnd in Rumänien und Deutschland“, sagt Kerstin Kraege. Am diesjährigen Camp, das am 8. August begann, nahmen 30 Jugendliche, davon 17 aus Rumänien, im Alter von acht bis 18 Jahren teil. Die Naturfreunde sind eine international agierende Umwelt-, Kultur- und Wanderorganisation, die sich für Völkerverständigung, Frieden und Abrüstung einsetzen.
Luzia Neubert
Neubert, Luzia: "Graffitiwand im May-Dorf enthüllt" In: Sächsische Zeitung, 19.08.2006
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